Corona Kurzarbeit – was bedeutet das?

Was bedeutet Kurzarbeit?

Kurzarbeit ist die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit und damit des Arbeitsentgelts wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf Grund von Covid-19. Damit werden die Lohnkosten für das Unternehmen herabgesetzt und damit sollen Mitarbeiter in Beschäftigung gehalten werden. 

Wie funktioniert die Kurzarbeit?

In Kurzarbeit verringern die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit  um min 20% oder max 80% ihrer Normalarbeitszeit (Durchschnittsbetrachtung über die gesamte Dauer) und erhalten dafür vom Arbeitgeber das dem Prozentsatz entsprechende Entgelt. Für die Differenz kommt das AMS auf nach dem üblichen Arbeitslosengeldsatz auf. Das heißt, der Arbeitnehmer arbeitet zB 50% der Zeit und erhält dafür etwas mehr als 50% des Gehaltes.

1.700 Euro … 90 Prozent
2.685 Euro … 85 Prozent
5.370 Euro … 80 Prozent

Übrigens, Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit anmelden, entsprechend weniger zahlen aber die betroffenen Mitarbeiter durchwegs Vollzeit arbeiten lassen, begehen Sozialbetrug. Das ist strafbar. 

Überstunden

Überstunden dürfen nicht gemacht werden. All-In-Vereinbarungen und Überstunden-Pauschal-Verträge werden entsprechend reduziert. 

Lehrlinge

Lehrlinge erhalten in Kurzarbeit keine Entschädigungskürzung.

Geringfügige Beschäftigung

Geringfügig beschäftigte Mitarbeiter dürfen nicht in Kurzarbeit gehen. 

Kündigungsschutz

Während der Kurzarbeit ist der betroffene Arbeitnehmer kündigungsgeschützt. Dieser Schutz dauert bis einen Monat nach Ende der Kurzarbeit an. 

Urlaub 

Urlaub ist jetzt nicht mehr Vereinbarungssache, sondern einseitige Anordnung ist erlaubt: Der Urlaub kann einseitig von Arbeitgeber angeordnet werden. Für Urlaub und Zeitausgleich gibt es keine Kurzarbeitsbeihilfe. Dh das Entgelt für Urlaub ist so hoch wie wenn keine Kurzarbeit vorläge.

Alles Gute für Euch!

SLG Guðrún

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