Wie gestalte ich meinen Lebenslauf?

Vorweg: am besten: gar nicht.

Bewerber heutzutage übersenden ein Bewerbungsvideo. Also, sie übersenden es nicht, sie laden es hoch. Auf den Firmenserver. Oder noch besser, weil moderner: in die Cloud. Punkt.

Das Bewerbungsvideo zeigt den Bewerber im real life. Passt. Das ist, was uns die Generation Z heute vorgibt. Ist so. Alle, die sich jetzt denken, „Blödsinn, ich schick meinen CV virtuell“, sind wahrscheinlich nicht am Puls der Zeit. Und die Chancen stehen gleich schlechter.

Daher erzähl ich euch heute, wie man sowas macht.

Die modernen Unternehmen, die sowas anbieten, haben auf ihrer Karriereseite einen link, mit dem man ohne extra Werkzeug ein Bewerbungsvideo drehen kann. Direkt vor dem PC.

  1. Wählt einen Ort in eurer Wohnung, der relativ wenig von euch und/oder eurem Privatleben preisgibt. Bedenkt, dass man im Video einen Hintergrund sehen kann, also vermeidet es, euch im Schlafzimmer aufs Bett zu setzen oder im Badezimmer auf den Badewannenrand. Ich weiß, das ist in der Praxis schwierig. Also wenn ihr keine Ecke habt, ohne Bilder, ohne Möbel, ohne Farben, ist es besser, ins Freie zu gehen, in den nächsten Park, mit dem Laptop, und euch unter einen Baum zu stellen.
  2. Die Zeiten, wo man in Anzug und Krawatte posiert, sind vorbei, außer ihr bewerbt euch für eine konservative Bank. Zieht was an, was eurem momentanen Spirit entspricht, eurer Laune, eurem Feeling, aber immer einen Hauch besser. Etwas, was ihr jeden Tag ins office anziehen würdet. Nur halt einen Hauch besser. Und: Dress for the job you want not for the job you have.
  3. Bereitet keine Rede vor. Bestenfalls Schlagworte aus eurem Lebenslauf. Ihr habt maximal 3 Minuten Zeit. Seid spontan, kreativ, natürlich, positiv, gut gelaunt und sympathisch.
  4. Storytelling heißt das Zauberwort. Wenn ihr schon aus reichhaltiger Erfahrung schöpft, wählt eine Station aus eurem Berufsleben aus, von dem ihr denkt, dass das, was ihr dort gemacht habt, Eure Erfahrungen und Verantwortungen und Erfolge, zur ausgeschriebenen Position passen. Habt ihr außer Praktika noch keine Erfahrungen, und den Schul-/Uni-Abschluss ganz frisch in der Tasche, dann erzählt, wie und warum ihr euch auf die ausgeschriebene Position optimal einbringen könntet.
  5. Zu viele „ääähh“s und „also“s? Macht nichts. Keine Panik. Niemand erwartet, dass ihr perfekt seid. Und das jetzt schon gut könnt. Alles eine Frage der Übung. Einfach mal damit anfangen, ihr werdet sehen, ihr kriegt den Dreh raus.

Good Luck!

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